Der Umgang mit Tieren jeglicher Art hat sich wie ein roter Faden durch mein bisheriges Leben gezogen.



Mangels eigenem Hund habe ich als Kind sämtliche Nachbarhunde ausgeführt und dadurch vieles lernen können.
Heute engagiere ich mich sehr für den Tierschutz, der mir immer wichtig war und auch bleiben wird. Ich weiß, dass ich die Welt nicht retten kann, aber wenn ich meinen Tierschutzgedanken an wenige Menschen weitergeben kann, habe ich etwas erreicht.

Zu mir gehören mein Mann, der mir immer und überall den Rücken freihält,




unsere Hunde:




Tünnes,



Arbeitstier und Frauchen-Anbeter,


Knuth (Rufname Knuddel),



Mix aus Galgo, Greyhound und Dobermann, jetzt 7,5 Jahre jung. Eine gruselige Mischung, aber ein liebenswerter Geselle mit eigenem Kopf. Knuddel kommt aus Spanien, ist dort brutal misshandelt worden. Seine Hüfte war mehrfach gebrochen und der rechte Oberschenkelkopf musste entfernt werden. Er bekam sofort Akupunktmassage und Farblichttherapie und springt heute aus dem Stand über 80 cm, was er zwar nicht soll, aber es macht ihm Spaß. Ich bin der Meinung, lieber ein kurzes und tolles Leben als ein langes und langweiliges.


Dann wäre da noch unserer kleiner Opili,



der eigentlich Napoleon geheißen hat, aber so gar nichts mit dem kleinen Mann mit der versteckten Hand im Brustbereich gemeinsam hat. Er ist eher der ältere, sanfte Opi, den man einfach mögen muss und der jetzt bei uns wohnt. Am 24. November fuhr ich mit Petra Graf nach Algermissen, um dort 12 Hunde abzuholen, die aus privaten Gründen ins Tierheim mussten. Es waren alles Dackel, Dackelmixe, Terrier und Terriermixe, nicht mehr taufrisch, dafür aber mit massivem Eigengeruch. Die Hunde hatten noch nie eine Leine gesehen, haben hauptsächlich in der Küche gelebt, waren dafür aber gut genährt bis zu dick. Der Opili ist mit seinen 15 Jahren der älteste in der bunten Reihe der Hunde. Außerdem leidet er an der Schüttelkrankheit, d.h., wenn er sehr aufgeregt ist, dann wackelt sein ganzer Kopf sehr schnell hin und her. Allen Hunden wurden die Zähne saniert, falls da noch etwas zum sanieren war. Beim Opili blieben noch drei Zähne übrig. Er ist fast blind, kommt damit aber gut klar. Am zweiten Tag bei uns hielten wir den Geruch nicht mehr aus und Opili kam in die Badewanne, was er sichtlich genoss. Er wurde schön geduscht, abgetrocknet und fand das alles toll. Und unser Haus riecht wieder gut. Jetzt lernt er, dass man sich draußen auch bewegen kann, vor allem, dass man seine Geschäftchen, kleine wie große, auch draußen verrichten kann. Unser Rudel hat ihn nett aufgenommen, auch wenn der Loui zwischendurch mal meckert, wenn der Opili mal wieder in ihn rein gelaufen ist, weil dieser einfach nicht mehr gut gucken kann. Die älteren Hunde haben es wohl schon verstanden, dass Opili seine Sinne nicht mehr ganz beisammen hat und durch seine Schüttellähmung schon mal etwas seltsame Bewegungen macht, der Loui muss halt noch lernen, dass der Neuzugang seine Drohgebärden nicht mehr erkennen kann. Aber auch das ist alles kein Problem und wir wünschen dem Opili, dass er noch eine wunderschöne Zeit hier auf Erden erleben darf.


Elise,



Elise ist ein Mix aus Bardino und Molosser, ca. 7 Jahre alt und kommt aus einer Tötungsstation. Sie gehörte in Spanien einer Deutschen, die Junkie war und noch viele andere Hunde hatte, meist männliche, die immer dafür sorgten, dass Elise dauerhaft schwanger war. Ihre Babys wurden regelmäßig entsorgt und dann kam der Tag, an dem die "Dame" keine Lust mehr auf ihre Hunde hatte und alle in eine spanische Tötungsstation brachte. Zu der Zeit war Elise mal wieder schwanger. Gott sei Dank holten Tierschützer sie aus der Tötung und brachten sie nach Deutschland in eine Pflegestelle, wo der Hund 14 Welpen bekam, von denen 7 überlebten. Elise hat in meinem Rudel die Chefposition von Adele übernommen. Sie ist absolut selbstbewusst, stur wie ein Panzer, aber das beste, was mir passieren konnte. Sie geht zusammen mit Knuth in Schulen und Kindergärten, um den Kindern Ängste zu nehmen und ihnen den vernünftigen Umgang mit Tieren näherzubringen.


Ich...

Eigentlich bin ich Bürokauffrau, aber diese Arbeit fand ich immer schrecklich, so in einem Büro eingesperrt zu sein, ist einfach nicht mein Ding.
Zu der Arbeit als Trainerin kam ich durch meinen Jack-Russel-Terrier „Tünnes,“ der als Einzelkind aufwachsen musste, da seine Geschwister verstorben waren.
Also habe ich ihn nach der Grundimmunisierung gleich beim Welpenspiel bei Christiane Nothe angemeldet, die ehrenamtlich im Tierheim wöchentlich Welpenspielgruppen anbietet, damit er (und ich) so viel wie möglich lernen kann.
Danach hatte ich Blut geleckt und der Gedanke, als Hundetrainerin zu arbeiten, ließ mich nicht mehr los. Christiane hat mich darin bestärkt und unterstützt!
Leider ist es heute jedem möglich, eine Hundeschule zu eröffnen, ohne fundiertes Fachwissen, ohne jegliche Ausbildung. Das wollte ich so nicht und habe als erstes ein Praktikum in der Hundeakademie von Perdita Lübbe absolviert, wo ich sehr vieles lernen konnte. Seit dieser Zeit spielen Fortbildungen bei mir eine große Rolle.
Es ist mir sehr wichtig, in Sachen Mensch-Hund-Beziehungen immer auf dem aktuellen Stand zu sein. Man lernt nie aus und die Wissenschaft bleibt niemals stehen.

Elise und ich

Gerade in der Verhaltensbeobachtung hat sich in den letzten Jahren vieles getan und davon profitiert nicht nur der Hund, sondern auch der Mensch.

Aber nicht nur die Hunde sind mir wichtig, auch die Menschen, die mit kleinen oder größeren Problemen an mich herantreten. Und da zeigt sich immer wieder: Beziehung steht vor Erziehung!!!

Wenn die Beziehung zwischen Mensch und Hund gut ist, klappt es auch mit der Erziehung.